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Tipps zu Windows XP


• Verschiedene IP-Konfigurationen

• Windows XP oder Linux booten

• Zugriff auf USB-Stick verhindern

• Booten nach Installation von Windows 98

• Verschiedene IP-Konfigurationen

Um zwischen verschiedenen IP-Konfigurationen zu wechseln, ist es notwendig, über die Systemsteuerung die Netzwerkverbindungen aufzurufen und dort unter den Eigenschaften der LAN-Verbindung die IP-Einstellungen (Internetprotokoll, Eigenschaften) zu ändern.

Zum Arbeiten in verschiedenen Netzwerken ist das Ändern des IP-Adressbereiches auf diese Art zu umständlich.

Es funktioniert auch einfacher:

Zunächst wird die bestehende Konfiguration gesichert. Dazu die Eingabeaufforderung (Start - Ausführen - cmd) aufrufen und folgenden Befehl eingegeben:

netsh -c interface dump > c:\windows\ip1

Dadurch wird im Windows-Verzeichnis (wenn Windows unter diesem Namen auf c: installiert wurde, wenn nicht, den Pfad anpassen!) die Datei "ip1" (Textdatei ohne Dateiendung) erstellt, die mit einem Editor bearbeitet werden kann.

Anschließend werden für das nächste Netzwerk die IP-Einstellungen wie eingangs beschrieben geändert und der genannte Befehl erneut aufgerufen, allerdings mit dem Verweis auf eine weitere Datei:

netsh -c interface dump > c:\windows\ip2

Statt "ip1" kann auch jede beliebige andere Bezeichnung verwendet werden, z.B. "firma1", "firma2" und so fort.

Es können beliebig viele statische IP-Adressbereiche sowie auch die dynamische Konfiguration gespeichert werden.


Durch den Aufruf

netsh -f c:\windows\ip1

werden sofort die Einstellung aus der Konfiguration "ip1" ohne Neustart übernommen, ebenso die durch den Aufruf "ip2" der zweiten und so fort.

In welchem Verzeichnis die Dateien erstellt oder gespeichert werden, ist letztendlich egal, der Pfad für den Aufruf muss nur angepasst werden.


Für die verschiedenen Konfigurationen werden Verknüpfungen erstellt und zwar mit folgendem Aufruf:

netsh -f c:\windows\ip1
netsh -f c:\windows\ip2
usw.

Diese Verknüpfungen, mit aussagekräftigem Namen und/oder z.B. dem Firmenlogo als Icon können auf dem Desktop gespeichert und die benötigte IP-Konfiguration nun schnell mittels Doppelklick geändert werden.


Diese Beschreibung zum Ändern der IP-Konfiguration sollte auch unter Windows 2000 funktionieren, das konnte hier allerdings nicht geprüft werden.

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• Windows XP oder Linux booten

Der Bootmanager von Windows XP ist in der Lage, neben Bootsektoren auch Abbilddateien von solchen zu starten. Somit ist auch der Start von Linux einfach zu realisieren.

Bei der Installation von Linux wird der Bootloader Grub (oder auch LILO) nicht in den MBR, sondern in die "root"-Partition geschrieben.
Nach Abschluss der Installation erfolgt ein Reboot, allerdings ist jetzt noch kein Zugriff auf den Linux-Bootloader möglich. Also erfolgt das Booten erneut vom Installationsmedium in das installierte Linux-System.

Da ein schreibender Zugriff auf eine NTFS-Partition zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich ist, wird ein FAT-Datenträger in das System eingehangen (Diskette oder FAT(32)-Partition mounten).

Nun muss der Bootsektor der "root"-Partition auf den FAT-Datenträger kopiert werden. Dieses erfolgt in einer shell:

dd if=/dev/hda6 of=/windows/datenaustausch/bootsec.lin bs=512 count=1

In diesem Beispiel wurde Grub in die Partition "hda6" installiert, "/windows/datenaustausch" ist eine gemountete FAT32-Partition und "bootsec.lin" ist die Datei, in welche das Abbild des Linux-Bootsektors geschrieben wird.

Unter Windows XP wird "bootsec.lin" in das Stammverzeichnis des Systemlaufwerkes "C:\" kopiert.

Um die Abbilddatei zu starten, ist nun noch ein Eintrag in die "boot.ini" nötig. Nach Entfernen des Schreibschutzes wird unter [operating systems] folgendes hinzugefügt:

c:\bootsec.lin="Linux"

Auch kann die "boot.ini" noch den eigenen Wünschen angepasst werden. Unter dem Abschnitt [boot loader] ist der "timeout" zu erhöhen, sollte er auf "0" stehen, damit das Menu überhaupt angezeigt wird. Mit dem Ändern des Eintrages "default=multi ..." in "default=c:\bootsec.lin" wird standardmäßig Linux gestartet.

Für die Verwendung des Bootloaders Grub anstelle des LILO spricht, dass die Abbilddatei nur neu erstellt werden muss, wenn Änderungen unter /boot/grub/stage2 vorgenommen wurden, nicht aber schon z.B. nach einem Kernel-Update.
Der Vorteil des Windows XP-Bootmanagers ist, dass nach einer Neuinstallation von Windows (und die soll ja häufiger nötig sein als die Installation von Linux) lediglich die "bootsec.lin" zurückgeschrieben und die Einträge in der "boot.ini" angepasst werden müssen.

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• Zugriff auf USB-Stick verhindern

Um das Booten von einem USB-Stick zu unterbinden, gilt das gleiche wie für alle externen Medien: im BIOS wird das Booten nur von einem bestimmten Laufwerk gestattet und das BIOS selbst mit einem Passwort geschützt.

Es bleibt allerdings noch der Zugriff unter Windows selbst.
Wurde noch kein USB-Stick am System betrieben, so lässt sich eine Installation des Sticks verhindern, indem die beiden Systemdateien

usbstor.inf
usbstor.pnf


durch den Administrator für den Vollzugriff gesperrt werden.

Wurde bereits ein USB-Stick betrieben, muss der Treiberstart unterbunden werden. Dazu wird der Registrierungseditor geöffnet und folgender Eintrag gesucht:

HKEY_LOCAL_MACHINE \ System \ CurrentControlSet \ Services \ UsbStor

Der dortige Eintrag "Start" wird von dem bisherigen Wert "3" auf den Wert "4" gesetzt (Ändern, DWORD-Wert bearbeiten).

Der USB-Stick wird nun nicht mehr erkannt.

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• Booten nach Installation von Windows 98

Nach einer Installation von Windows 98 (auch 95 oder ME) startet Windows XP nicht mehr, da der MBR (Master Boot Record) dabei überschrieben wird.

Folgende Möglichkeiten bieten sich an:

1. Nach Möglichkeit die Installationsreihenfolge einhalten (zuerst Windows 98, danach Windows XP).

2. Die Windows XP Bootumgebung reparieren:
Zunächst muss der Windows 98-Bootsektor gesichert werden. Dazu in der DOS-Box folgende Befehle eingeben:

cd \ <return>
debug <return>
L 100 2 0 1 <return>
n bootsec.dos <return>
rcx <return>
w <return>
q <return>

Im Stammverzeichnis der Windows 98-Partition befindet sich nun die Datei "bootsec.dos". Diese wird später benötigt, um Windows 98 zu starten.

Als nächstes muss Windows 98 beendet und der MS-DOS-Modus gestartet werden. Mit "fdisk" wird die Windows XP-Partition aktiv gesetzt.

Nun folgt der Start von der Installations-CD von Windows XP.
Anstatt zu Installieren, wird <R> für eine Reparatur ausgewählt. Um auf die Konsole zu gelangen, wird das Administratorkennwort benötigt.

Um den Bootmanager und die "boot.ini" neu zu erstellen, wird folgender Befehl eingegeben:

bootcfg /add

Nach einem Neustart kann nun wieder Windows XP gestartet werden, Windows 98 jedoch noch nicht. Um das zu ermöglichen, wird die oben erstellt Datei "bootsec.dos" in das Stammverzeichnis von Windows XP verschoben. Nun ist noch ein Eintrag in die "boot.ini" nötig. Nach Entfernen des Schreibschutzes wird unter [operating systems] folgendes hinzugefügt:

x:\bootsec.dos="Windows 98"

Unter dem Abschnitt [boot loader] ist der "timeout" zu erhöhen, sollte er auf "0" stehen, damit das Menu beim nächsten Start angezeigt wird und Windows 98 ausgewählt werden kann.

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